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Gespeichert von Constantin am 27. Februar 2014 - 12:27
(letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2017 - 17:19)

Ich liebe Film-Soundtracks, also den Original-Score, nicht die Compilations von Pop- und Rocksongs, die manchmal als "Soundtrack" bezeichnet werden. 

Ich höre sie mir an, wenn ich schreibe und natürlich nutze ich sie beim Pen&Paper. Und natürlich habe ich eine Meinung dazu, die ich teilen möchte. Ich möchte aber auch mal die Meinung von anderen hören, die sich ähnlich wie ich für diese Form der Musik begeistern.

Ich möchte also ein Blog- und Diskussionsforum ins Leben rufen. Die Regeln dafür sind einfach und kommen jetzt:

- Hier werden persönliche Meinungen vertreten, die keine Allgemeingültigkeit haben. Die Meinung anderer ist zu respektieren und wird nicht in Frage gestellt, muss aber nicht geteilt werden.

- Es werden vornehmlich Soundtracks von Kinofilmen besprochen. Natürlich können auch Soundtracks von Fernsehfilmen und DVD-Veröffentlichungen oder Computerspielen vorgestellt werden, wenn diese außergewöhnlich gut sind oder in irgendeiner Weise wichtig für die Entwicklung des gesamten Genres.

- Kompilationen wie "Die tollsten Liebeslieder aus 100 Filmen" oder Veröffentlichungen von Künstlern ohne Bezug, wie "Epic Scores" von "Miracle of Sound" gehören grundsätzlich nicht hierher, sind aber, wenn man etwas interessantes dazu zu sagen hat, in Ordnung.

 

Um die Soundtracks besser einschätzen zu können, halte ich eine oberflächliche Kategorisierung für sinnvoll, die einerseits die Instrumentierung betrifft und andererseits die Stimmung.

Instrumentierung: 
- Klassisch, also mit Orchester / Chor, aber auch Synthesizer, solange es auf die klassische Instrumentierung beschränkt. (Also Streicher, Bläser etc.)
- Klassisch-Modern (also Orchester plus Schlagzeug, E-Gitarren oder elektronischer Musik)
- Elektronisch (Töne können nur mit elektronischen Hilfsmitteln erzeugt werden)
- Ganz was anderes... bin mal gespannt, was ich nicht abgedeckt habe

Stimmung:
Wechselhaft: Ein Soundtrack ist normalerweise Abwechslungsreich, es gibt langsame, manchmal kitschige Passagen für Liebesszenen, es gibt spannungsgeladene Momente, es gibt Verfolgungsjagden. z.B. "Star Wars" oder "Gladiator"
Gleichbleibend: Es gibt aber auch Soundtracks, die ein und die selbe Stimmung von Anfang bis Ende durchhalten mit nur wenigen Ausreißern. z.B. "Book of Eli" oder "Tannöd". Bitte auch dazu sagen, welche Stimmung da erzeugt wird: Düster, Fröhlich, Spannend, Melancholisch etc.

Man kann sich an der Diskussion aber auch gerne beteiligen, indem man Kommentare wie "Indiana Jones, find ich cool" schreibt... naja, wenns einem so wichtig ist, das einmal geschrieben zu haben...

 

Kommentare

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Jetzt möchte ich erstmal meine persönliche Bestenliste der letzten, sagen wir mal 5 Jahre aufstellen, Soundtracks die mich bewegt haben und die zum Teil auch dasGenre mehr oder weniger stark beeinflusst haben:

1. "Tannöd" von Johan Söderqvist; 2009
Klassisch aber sparsam instrumentiert, erzeugt eine gleichbleibende Stimmung, die die eigentlich kaum zu vereinende Gefühle Melancholie und Spannung virtuos miteinander verbindet. Hat mich bewegt und inspiriert wie kein anderer Score den ich je gehört habe.
Im Übrigen auch ein Beispiel für gut gemachtes, deutsches Kino.

2. "Resident Evil - Afterlife" von Tomandandy; 2010
Elektronisch: E-Gitarren, Schlagzeug und jede menge elektronische Geräusche.  Ist das krasseste Beispiel dafür, dass auch ein unfassbar schlechter Film einen genialen und außergewöhnlichen Score haben kann. Das einzige Highlight des Films, die erste Szene mit dem langsamen Zoom auf die scharfe japanische Zombie-Schnitte, wäre ohne die Musik keinen Pfifferling wert gewesen.
Dieser Score ist eine absolute und unbedingte Empfehlung.  

3. "Tron: Legacy" von Daft Punk; 2010
Elektronisch, eher Abwechslungsreich, aber ohne krasse Ausreißer. Ein Score zwischen Disco und Epos, mit unfassbar großen Momenten und noch größerem Sound. Hat das Genre Nachhaltig beeinflusst. Bemerkenswert, dass der Disney-Konzern so viel Mut aufbrachte und mit einer Pop-Kombo aus Frankreich (!) zusammenarbeitete.

4. "The Book of Eli" von Atticus Ross und Trent Reznor, 2010
Elektronisch, hat eine Stimmung zwischen Düsternis und Verzweiflung. ein großartiger Score, der das Jahr 2010 Filmmusikalisch zu einem absoluten Highlight machte.  

5. "Take Shelter" von David Wingo; 2011
Elektronisch und durchgehend spannend-melancholisch. Die brillante Musik zu einem brillanten Film.